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Ein neues Buch erzählt die Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten. Ein wunderbarer Abriss, der auch den Stellenwert von Bier und deren Produzenten durch die Jahrhunderte begleitet.

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Das Beispiel der Mozartstadt lässt sich natürlich auch auf alle anderen Städte übertragen, dennoch lässt es sich an der Salzach so gut wie kaum wo anders skizzieren. Ist Salzburg doch trotz seiner internationalen, vor allem kulturellen Bedeutung doch noch immer eine kleine, übersichtliche Stadt geblieben. Und was die Bierkultur betrifft ist Salzburg damals wie heute einfach näher am bayrischen München denn an Wien.

Die beiden Autoren sind Wissenschaftler. Ao.Univ.-Prof.DDr Gerhard Ammerer ist stv.Leiter des Fachbereiches Geschichte der Universität Salzburg und Dr.Harald Waitzbauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Salzburger Freilichtmuseum. Als Autor hat er unter anderem auch schon Bücher über „500 Jahre Salzburger Stiegl-Bier“ oder „375 Jahre Augustiner Bräu“ verfasst.

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Das vorliegende Werk ist weniger ein Buch, denn ein bebilderter Prachtband. Großformatig auf über 220 Seiten wird die Geschichte der Salzburger Wirtshauskultur vom 12.Jahrhundert bis zum heutigen Tag beschrieben. Mit vielen historischen Skizzen, Bildern und Fotos aus diversen wissenschaftlichen und privaten Archiven. Natürlich erfährt der interessierte Leser in diesem Zeitablauf auch über die Geschichte des Bieres und die Verstrickung zwischen Gastronomie, Herbergsbetrieb und Brauern.

Die Stieglbrauerei, um 1664 im Besitz des Ehepaars Gapler, die den Betrieb zu lokaler Bedeutung führten, braute zu dieser Zeit 1792 Eimer Bier pro Jahr, etwa 1000 Hektoliter. Etwa 100 Jahre später, als der Betrieb bereits im Besitz von Johann Ambros Elixhauser war, bezeugen detailierte Aufzeichnungen den Konsum der Gäste. So tranken etwa die 16 Gäste des Zunftjahrtages der Brauer und Mälzer 1782 zwischen 12 und 17 Uhr etwa 23 Liter Wein und 63 Liter Bier. Wobei uns hierbei vor allem der Wein überrascht.

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Natürlich wird auch die Qualität der angebotenen Getränke geschrieben und etwas später auch über die Spezialisierung der Gastronomiesegmente: Bierkeller und Bierhallen zum Beispiel. Immer dichter werden die Geschehnisse und damit auch die Entwicklung der Salzburger Wirtshäuser in den letzten beiden Jahrhunderten. So war zum Beispiel der Stieglkeller in den Jahren um 1918 auf Grund der schlechten Versorgungslage während des Krieges geschlossen.

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Das Buch ist wirklich eine Empfehlung für Bierfreunde, die Interesse an der geschichtlichen Entwicklung der Wirtshauskultur haben. Am Ende des Buches finden sich dann auch viele Beispiele aktueller Gastronomieobjekte wie auch einem unserer Lieblingslokale, dem Fidelen Affen. Bei meinem nächsten Besuch in Salzburg werde ich dann noch etwas genauer auf die alten Häuser und noch bestehenden Wirtshausschilder schauen.

 

Wirtshäuser-Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten  224 Seiten bebildert , € 35

Gerhard Ammerer & Harald Waitzbauer  im Verlag Anton Pustet (ISBN 978-3-7025-0750-3)

 

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Als Wichtigstes gilt für uns Bierenthusiasten bei einer Brauerei wohl die Bierqualität. Daß der Erfolg einer Brauerei, und hier meine ich vornehmlich die Big-Player, vor allem das Marketing macht ist aber auch klar ersichtlich. Mit Social Media und dem Auftreten von Biermarken in Kanälen wie Facebook, Twitter, Foursquare oder Google+ hat sich in den letzten Jahren aber eine weitere Komponente ergeben, die zum Ansehen einer Marke beiträgt. Ein neues Ranking beleuchtet nun die Aktivitäten der Brauereien im gesamten deutschsprachigen Raum.

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Die Social-Media Spezialisten aus dem Team der Monopol GmbH haben dafür den selben Modus wie bei den bereits etablierten SOCIALMEDIARANKING (alle Marken in Österreich) und BIORANKING (Bio-Marken, Blogs und Ökoprodukte im deutschsprachigen Raum) angewandt. Diese Ranglisten zählen seit längerem als Masstäbe in der Branche und werden laufend geprüft und gewartet.

Mit dem BRAUMONITOR beleuchtet man nun die Social Media Aktivitäten der Bierbranche. Vom Start weg sind fast alle bekannten Brauereien vertreten, auch viele Kleinbrauer und Braugaststätten kommen in den Listen vor.

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Selbstverständlich wird die Liste von den ganz großen angeführt. Sie sind einfach überregional bekannt und haben sich durch Fernsehwerbung, Printmarketing schon über Jahrzehnte in die Hirnwindungen der Konsumenten geschlichen. Und Fan auf Facebook oder Follower auf Twitter wird hier natürlich wirklich mit Sympathie verglichen.

Die Salzburger Brauerei Stiegl, noch gänzlich im Privatbesitz der Familie Kiener, ist hier ein positives Beispiel für gelungene Social Media Arbeit. Als – im weltweiten Vergleich – eher regionale Marke hat man trotzdem beinahe halbsoviel Fans wie die Weltmarke Beck’s. Da der Braumonitor auch die trendigeren Plattformen Twitter und auch Google+ ins Ranking einbezieht, liegt Stiegl sogar vor den Bremern auf dem dritten Platz.

Bei den Salzburgern gibt es einen eigenen Social Media Beauftragten. Der studierte Kommunikationsfachmann Jochen Hencke hat 2011 den Facebook-Account von Stiegl bei 37.000 Fans übernommen. Seitdem haben fast 90.000 weitere Bierfreunde auf der Stiegl Seite den „Like“-Button gedrückt. Mit regelmäßigen sympathischen Timelines aus der Stiegl-Welt unterhält Jochen Hencke die Fans: Tagesaktuell, wie zum Beispiel vor wenigen Tagen, als das Netz sich über die Drohnen von Amazon ausgelassen hat. Schon war eine Stiegl-Drohne gepostet. Ein Bild, das ein Fan gesandt hat. Best Practise also auch in der Interaktion mit dem Klientel.

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Brauer oder Marketingfuzzis, die ihr Unternehmen noch nicht im Ranking gefunden haben, können das permanent an die Redaktion des Braumonitors posten, die Liste wird wöchentlich geprüft und aktualisiert. Ich für meinen Teil habe auf den ersten Blick schon ein paar Kleinigkeiten entdeckt, die ich bei den Kollegen richtigstellen muss. Ich sag nur: Nicht jeder, der mit „-bräu“ endet, braut auch selber Bier.

www.braumonitor.at

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Für den Freund gehobener Gastronomiekultur ist die größte heimische Gastronomiefachmesse GAST in Salzburg der blanke Horror. 5 Tage lang werden kurz vor der so wichtigen Wintersaison alle Neuheiten präsentiert. Weil aber auch nirgendwo die Breite des österreichischen Biergeschäftes so konzentriert gezeigt wird, hab auch ich mir wieder diese Messe angetan. Ausgerechnet am besucherstärksten Tag. Der Versuch einer Beschreibung, bevor ich es wieder verdrängen mag:

Für die Messe bleibt mir heuer nur ein Tag, es ist der Montag – für die GAST ist das der besucherstärkste Tag. Viele Gastronomen und Hoteliers nützen den ruhigen Montag nach ihrem Wochenendgeschäft um nach Salzburg zu fahren. Immer öfter erlebe ich, daß sich hier nicht nur die Aussteller präsentieren, sondern auch die Wirte. Oft mit einem Tross aus Stammgästen angereist, denen Alkohol bis zum umfallen versprochen wird, zeigt man hier seine Bedeutung vor den Lieferanten.

Schon im frühen Zug von Wien nach Salzburg entdecke ich die ersten Messebesucher. Im Bistrobereich der Westbahn sitzen die beiden Herren um 6.50 Uhr morgens und essen ihr Schnitzel mit Kartoffelsalat, begleitet von 2 Flaschen Bier (alles selbst mitgebracht, wohlgemerkt). Ich entnehme ihrem Gelalle sowas wie eine Messeplanung, die immer dann etwas lauter wird, wenn der Ärger entfläucht, daß Bacardi auf der GAST nicht vertreten ist. Das Ziel der beiden Herren für den Montag ist offensichtlich: Den Spiegel zu halten und am abend wieder irgendwie den Bahnhof finden.

Am Bahnhof in Salzburg ist es dann ziemlich schwierig, öffentlich zum Messegelände zu kommen. Die O-Buslinie 1 fährt in 10 min Intervallen zur Messe, für den aktuellen Andrang ist dies viel zu wenig. In der Warteschlange dreht sich auch hier fast alles um ein Thema: Wo geht man am besten zum saufen hin, die Wörter „trinken, verkosten, probieren oder gustieren“ haben hier offensichtlich kaum was zu suchen.

Auch wenn mein Hauptinteresse den Bieren hier gilt, streife ich am Vormittag vor allem auf der Suche nach anderwertigen Neuheiten, mit einem Focus auf Bio durch die Hallen. Ausser den feinen neuen Bio-Chips von BioArt im BioParadies Salzburg und einem Stand der Fairtrade-Organisation ist aber nur wenig organisches präsent. Immerhin treffe ich dann Robert „Kaiser Robert Heinrich“ Palfrader, als Werbeträger der Frittenbude 11er macht er hier gute Miene zum bösen Spiel. Im Gegensatz zu den Vertretern der Frittierware gelingt ihm als Schauspieler die fröhliche Mimik. Den anderen beiden geht es offensichtlich wie den Fussballtorhütern vor Gleichnamigen.

(c) Reed Exhibitions Salzburg / Andreas Kolarik

(c) Reed Exhibitions Salzburg / Andreas Kolarik

Etwas später traute ich mich dann endlich zu den Bierständen. Mit dem Florian Pils der Brauerei Schnaitl zu starten kann sicher nicht schaden, auch der Mai- und der Festbock konnten mich in Probier-Mengen erfreuen. So richtig turbulent ging es schon zu Mittag auf den Ständen der großen heimischen Brauereien zu. Die österreichische Brau Union hat ihren Riesenstand nach Marken gegliedert – Heineken, Zipfer, Gösser, Desperados – und alleine die Anzahl ihrer Bierversilberer würde kleinere Hallen füllen. Für besonders wichtige Gäste und die Führungsmannschaft des heimischen Heineken-Ablegers gab es einen ersten Stock. Für diesen war ich nicht wichtig genug – immerhin hat man mir ein Bier von oben gebracht. Denn nur im exklusiven Bereich gab es das „Maroni Style“ Bier von Günther Seeleitner aus dem Braugasthof in Kaltenhausen. Etwas wenig Maroni für meinen Geschmack, aber nach einem starken Edelweiss Gamsbock stinkt auch mal das beste Gourmetbier trotz seiner 6,9 % Alkohol ab. Immerhin weiss ich nun wie die heimische Bierkultur aussieht:

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Die wirklichen Spezialitäten, also die Lieblingsbiere der Braumeister, werden hier nicht wirklich publikumswirksam präsentiert, oder nur auf Nachfrage unter der Bude gereicht. Für das Klientel der Messebesucher setzt man auf die bekannten, großen Marken – „Biere, die nicht wehtun“, wie mir ein Biervertreter des Marktführers kundtat. Aber wenn man genau hinsieht, dann findet man sie ja doch:  Das IPA oder das Honigbier (welches sich auch durchaus Honigbock nennen könnte) der Rieder Brauerei, den im Cherryfass gereiften Ganderbock aus dem Zillertal, das holzfassgereifte Trumer Bier oder den schon erwähnten Maibock von Matthias Schnaitl aus Gundertshausen.

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Das Thema Craftbeer ist auch hier angekommen. Getränkehändler wollen mit diesem Thema punkten, vielleicht auch die eine oder andere Anfrage von interessierten Kunden befriedigen. So vertreibt die Tiroler Firma Morandell mit ihrem österreichweiten Logistiknetz auch die Produkte des Osttiroler Importeurs Heinrich Wibmer. Das sagt jetzt nicht jedem was, aber in anderen Worten: So finden zum Beispiel schottische Brewdog Biere auch den Weg in die österreichische Gastronomie. In den Kühlschränken am Messestand fand sich sogar Abstrakt.

Verstärkt auf die Craftbeer-Szene setzt auch Kolarik & Leeb, eine Tochter Firma der Ottakringer Brauerei. Letztere hatte ja schon mit den Kleinbrauern im Rahmen ihrer Braukulturwochen im letzten Sommer aufhorchen lassen. Aus diesen Reihen kommen auch die meisten neuen Craftbiere, die auch auf der Messe präsentiert wurden: Eine Auswahl an Gusswerk-Bieren, das Sortiment des Kremser Brauschneiders und die auffällig etikettierten Bevog-Biere der slowenischen Brauer aus Bad Radkersburg.

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Karl Kolarik, auch als Schweizerhaus-Besitzer sowas wie eine Bierlegende, vertreibt nun auch Horny Betty vom Brauhaus Gusswerk.

Zum Abschluss wollte ich nochmal etwas mehr über die Hausbiere von Stiegl erfahren, Spezialitätenbraumeister Markus Trinker war aber an dem Tag leider nicht zugegen und bei dem Trinkerandrang war dann irgendwie auch keine richtige Fachgesprächstimmung mehr gegeben.

So bin ich dann nach 8 Stunden Messe bereits 30 Minuten vor Messeschluss zum Bahnhof. Der Zug war im Gegensatz zur Hinfahrt beinahe leer. Offensichtlich haben viele der Messe-Aussaufer den Weg nicht mehr gefunden.

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Die Brauerei Schnaitel aus Gundertshausen hat mit STILLE NACHT dem Salzburger Festbier, ein altes Kulturgut neu geschaffen für das Heute.


Bei der Übernahme der ehemaligen Oberndorfer Brauerei Noppinger hat Herr Ing. Matthias Schnaitl bei der Durchsicht der Unterlagen die Rezeptur des „Stille Nacht“ Oberndorf 1818 entdeckt. Sofort wusste Herr Ing. Schnaitl, er wird in Anerkennung und Würdigung des beliebtesten Weihnachtsliedes der Welt dieses alte Kulturgut einen besonderen Rahmen schenken.
Über ein Jahrzehnt schlummerte diese Idee in seiner Brauerbrust. Nun, nach Übergabe der Privatbrauerei in Gundertshausen an einen seiner Söhne, nahm seine Idee formen an.
Er kreierte ein Festbier, dem höchste Qualität gebührt. Hierfür hat er in  Reinhold Bartha, Bio-Brauerei Gusswerk, einen excellenten, vielfach nomminierten  Biobraumeister  gefunden, der diesem Festbier, mit seinem höchsten Qualtitätsanspruch gerecht wird. Dies spiegelt sich im  Europäischen Bio-Gütesiegel (auf der Rückenetikette
ersichtlich) wieder.
Die feinmalzige, mit klarer Hopfennote verfeinerte, bernsteinfarbene Bierkomposition, abgefüllt in einer 0,75 l Champagnerflasche mit echtem Korkverschluss, bei einem Alkoholgehalt von 6,3 Volumsprozent, wird als Aperitif in einem Weinglas bei einer Trinktemperatur von 10 bis 12 Grad getrunken,  höchster Genuss.
Angeboten wird diese Kreation in einer eigens angefertigten, sehr edlen Holzschatulle, die Flasche ziert ein runder 4-seitiger Anhänger worin die Geschichte des „Stillen Nacht“ Liedes sowie die Herkunft beschrieben ist. „Stille Nacht“ das Salzburger Festbier soll mithelfen die Geschichte des beliebtesten Weihnachtsliedes nach außen zu transportieren, als köstlicher Aperitif in der Familie oder mit Freunden im geselligen Kreis genossen, oder aber auch als Firmenpräsent,  soll es Frohsinn und Harmonie bereiten und zu heiteren Gedanken inspirieren. Die Geschichte dieser besonderen Nacht reift so im Hier und Heute zu freudvollen Erlebnissen.

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Am kommenden Wochenende findet im Salzburger Gusswerk bereits zum 7.Mal das Festival der Biervielfalt statt.

bierfestDer erste und bislang bei weitem größte österreichische Zusammenschluss von Bierinteressierten Menschen, der Verein BierIG veranstaltet auch heuer wieder am Eventgelände des Salzburger Gusswerks das beliebte Festival. Und Biervielfalt wird tatsächlich gross geschrieben. Über 250 Bierspezialitäten aus Österreich, Tschechien, Italien und Deutschland können am 23. und 24.Oktober jeweils ab 17.00 Uhr verkostet werden. Das detailierte Festivalprogramm mit musikalischem Rahmen und Vorträgen finden Sie hier.

Der Eintritt kostet  inklusive des exklusiven Verkostungsglases nur wohlfeile € 10, für BierIG-Mitlieder ist er gratis (Und soviel proBier informiert ist, gibt es auch vor Ort kurzfristig noch Mitglied zu werden)

Im Gegensatz zu vielen anderen Bierfesten wird hier in erster Linie die Qualität und nicht die Quantität des Bieres im Mittelpunkt stehen. Und für alle, die dann noch richtig feiern wollen, wenn das Festival schon die Türen schliesst, denen bietet das benachbarte Brauhaus Gusswerk an beiden Tagen noch eine After-Midnight Party.

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Vergangenes Wochenende fanden im Salzburger Gusswerk die österreichischen Meisterschaften der Haus- und Kleinbrauer statt. Um im sportlichen Jargon von Wettkämpfen zu bleiben: Der Gastgeber feierte eine Start-Ziel-Sieg erster Güte:

 

Güsse und Sondergüsse aus dem Gusswerk

Güsse und Sondergüsse aus dem Gusswerk

Gusswerk-Bier in aller Munde, vierfach prämiert. Bei den aktuellen Staatsmeisterschaften der Kleinbrauereien, veranstaltet von der BierIG, am 21.März in Salzburg errangen Gusswerks Bio-Bierspezialitäten in verschiedenen Kategorien die Plätze 1,2 und 3: In der Profi-Blindverkostung erreichte das würzige, bernsteinfarbige Weizenguss Platz drei, das naturtrübe Jakobsgold („zu Vollmond gebrauter Edelguss, samtig auf der Zunge“) errang Platz zwei und das neue, filtrierte Edelguss aus typischösterreichischen Getreiden erklomm den ersten Platz. -„Macht Spaß und prickelt auf den Lippen“, so die Jury über das Sieger-Bier. Nachdem der Organisator die Biermesse in Ried, in dessen Rahmen die heurige Staatsmeisterschaft stattfinden hätte sollen, die Veranstaltung sehr kurzfristig absagen musste, fand der bierige Wettstreit auch heuer wieder im Salzburger Gusswerk statt. Dort fand bereits im letzten Oktober im Rahmen des grossartigen Festivals der Biervielfalt die Meisterschaft statt.

Der Brau"Meister" und der Bierpapst

Der Brau"Meister" und der Bierpapst

Der Gusswerk’sche Siegeszug erreichte seinen Höhepunkt durch die Auszeichnung zu einem der 10 „Biere des Jahres 2009″ durch Bier-Papst Conrad Seidl am Montag in Linz: Bei diesem prämierten Spezialbier „Orange Pale Ale“ werden Orangenschalen und Koriander mitgebraut, wie sonst nur in Belgien üblich. Gusswerk’s Jungbrauer Reini Barta nimmt soviel Bier-Segen freudig entgegen: „Mit unserer neuen Qualitätslinie haben wir den rechten Weg gefunden.“

Brauhaus Gusswerk, Söllheimer Str. 16, 5020 Salzburg, Tel.: +43 (0)662 243 279
Rampenverkauf DI-DO ab 16 Uhr, FR & SA ab 13 Uhr!
Öffnungszeiten Gastronomie (Brauhaus Gusswerk);
Di-Sa ab 16h,
So&Mo sowie an Feiertagen Ruhetag

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Der Salzburger Braumagier Reinhold Barta hat sich nach brauerischen Wanderjahren von Salzburg über St.Pölten und Wien im Jahr 2007 selbstständig gemacht. Im Salzburger Eventzentrum Gusswerk hat er sein eigenes Brauhaus  eröffnet und überrascht immer wieder mit tollen neuen Kreationen.

Hier wird der Guss ausgegossen (c) Rolf Karner

Hier wird der Guss ausgegossen (c) Rolf Karner

Das Biobier aus dem Brauhaus Gusswerk ist nicht nur im eigenem sehr nett und modern eingerichtetem Braugasthaus zu trinken, sondern wird auch über zahlreiche Bioläden lokal vertrieben. Die biodynamischen Zutaten werden vom Gut Meinklang im burgenländischen Seewinkel geliefert, von dort bezieht das Braurestaurant auch den Biowein. Gemeinsam mit der Familie Michlits hat Reinhold Barta auch das Urkorn-Bier entwickelt, dass sogar in den Haubenrestaurants um den Neusiedlersee kredenzt wird (ja, ja, es war das erste Mal, daß ich Evelyn Eselböcks Weinempfehlungen im Taubenkogel widerstehen konnte).

Nun habe ich mit Freude auch Black Betty ergattert, ein einzelne Flasche hat seinen Weg von Salzburg nach Wien gemacht und mit Freude hab ich der Verkostung entgegengesehen. In dem dunkelroten Bier verbergen

Schon Ram Jam wussten ein Lied von Ihr zu singen

Schon Ram Jam wussten ein Lied von Ihr zu singen

sich Zutaten wie die Gundlrebe, die Heilpflanze Giersch und das Mädesüß. das laut Etikett als das Aspirin unserer Vorfahren galt. 5,4 % Alkohol verstecken sich in der leider nur 275 ml fassenden Trendflasche, die sich auch vom Design von vielen Zeitgenossen positiv abhebt. Aber …. ich hab Sie nicht aufgemacht. Ich werde diesmal auf das Verkosten verzichten. Diese Flasche ist eine Rarität und muss gesammelt statt getrunken werden !  Warum ?

Mein obligatorischer Blick auf Stammwürze, Alkoholgehalt und Haltbarkeitsdauer offerierte mir folgendes Datum:

2009 - das GigaSchaltjahr ??

2009 - Das GigaSchaltjahr ????

Bezugsquellen der Biobiere bzw der Sondergüsse aus dem Brauhaus Gusswerk sind laufend auf der Website des Brauhauses zu finden, für den Ballungsraum Wien empfiehlt sich wie so oft ein Ausflug in die Bierothek in Brunn am Gebirge.

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