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Neulich in … Bayreuth

Wenige Tage vor Weihnachten: Ein Spaziergang durch die Hauptstadt Oberfrankens und ein Streifzug durch großteils traditionelle Gaststätten und die Biere der Stadt.

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Der letzte Sonntag vor Heilig Abend. Sind die Festbiere schon ausgetrunken? Gibt es überhaupt lokale Bockbiere in den Gaststätten der Wagnermetropole? Ein ausgedehnter Spaziergang durch die Stadt sollte es ans Tageslicht bringen. Die wohl bierigste Gaststätte im Zentrum ist das Oskar. Das Wirtshaus am Markt, also quasi in der Maximillianstrasse führt alle Biere des Lokalmatadors Maisel und der verbundenen Aktienbrauerei. Auch die wunderbaren neuen Grossflaschen der Sonderreihe Maises & Friends, die wir hier schon an anderer Stelle vorgestellt haben. Saisonbier? Leider gefehlt. Die freundliche Kellnerin meinte es gäbe kein Weihnachts- oder Bockbier, sie könnte mir vielleicht Lebkuchen ins Bier bröckeln. Originell aber gefehlt. Mit dem Aktien-Zwickl im Tonkrug hatte ich dennoch einen guten Start in die Lokalrunde.

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Etwas weiter stadtauswärts, in der Richard Wagner Strasse kurz vor der eben generalüberholten Villa Wahnfried befand sich früher die Brauerei Schinner. Dort wo früher die Brauerei stand finden sich heute moderne Wohnungen. Einzig die Braugaststätte und ein kleiner Getränkemarkt in Form einer großen Garage erinnern noch an die Brauerei.

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Ach ja, die Biere der Familie Schinner natürlich auch, die dort ausgeschenkt und verkauft werden. Diese werden nämlich auch ohne eigene Brauerei weiterhin gebraut: Allerdings in der Brauerei Veldenstein in Neuhaus/Pegnitz. Für die Festzeit hat man das Markator eingebraut, ein dunkles Starkbier mit 7,2 % Alkohol. Sehr malzig aber im Gesamtbild ein gut abgerundetes Bier.

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Direkt durch den Hofgarten auf die andere Seite des Schlosses und man ist in der Friedrichsstrasse. Das Mannsbräu war früher auch mal eine Gaststätte und Brauerei der Gebrüder Mann, mittlerweile aber geführt von Hans Hacker, dem Senior der Becher Brauerei. Dort braut er auch gemeinsam mit seinem Sohn wieder das Mannsbräu. Nicht nur der süffige Bock hat es mir angetan. Seine Frau hat auch einen Likör mit Bier und weihnachtlichen Gewürzen angesetzt, der von seinem Gehalt wohl eher den Begriff Schnaps verdienen würd. Im kleinen Glas mit einer Haube Sahne wirkt es wie ein Zwergenbier. Der Chef war etwas mürrisch, daß ich es gewagt habe nur ein kleines Bier zu trinken („In Franken sind große Gläser üblich“), sein grantlerter Charme macht aber das Flair dieses traditionellen fränkischen Wirtshauses aus. Ich mag das. Und hab ihm zum Fleiss gleich noch ein kleines Bier bestellt.

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Wenn die schon vom Becher-Bock sprechen (der Wirt meinte, der Bock seines Sohnes sei besser), dann will ich den natürlich auch probieren, und etwa 35 Gehminuten weiter war es dann soweit. Die Altstadt in Bayreuth ist übrigens nicht die alte Innenstadt, sondern eine Gegend etwas ausserhalb. Dort – in der Sankt Nikolaus Strasse – findet sich das Brauhaus Becher. Und ja, davor steht ein Riesenschirm der Maisel Brauerei, aber dessen Weissbier wird hier auch ausgeschenkt.

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Von aussen ein neues modernes Brauhaus, innendrinnen eine alte traditionelle Gaststube mit abgesessenen Möbeln und einem Oberthekenkühlgerät, aus dem die von Johnny Hacker hier gebrauten Biere ausgeschenkt werden. Kommen neue Gäste rein, klopfen sie erstmals alle Tische ab. Ist hier so Tradition: Man schüttelt sich nicht die Hände, man klopft anerkennend auf die Tische. Beim Kommen und beim Gehen.

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Und es wurde auch der erwähnte Becher Bock ausgeschenkt. Gezapft und gebracht von Courtney, der amerikanischen Gattin des Brauers. Traditionell kann hier auch gespeist werden, viele Arbeiter starten hier herinnen in ihren Weihnachtsurlaub. Diskussionen drehen sich auch um Bier und es wird emotionsgeladen über das Reinheitsgebot diskutiert. Ob denn das bayerische noch strenger sei als das deutsche? Und das Bockbier gar nicht so gut sei, weil man durch den vielen Alkohol den Charakter des Bieres nicht mehr schmecke. Davon lass ich mich nicht abhalten und geniesse.

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Das Glenk Bräu soll laut Karte ja gleich in der Nähe sein, die Website sah vielversprechend aus, leider war die Realität dann genau das Gegenteil vom Internetauftritt. Das Web sagte mir „Seite im Aufbau“, der Lokalaugenschein zeigte aber „Brauerei bereits abgebaut“. Am Standort entsteht gerade eine Seniorenresidenz, die immerhin noch mit dem Namen Gambrinus Residenz an das Brauergewerbe erinnert.

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Der Glenk Biergarten vis a vis wird im Sommer noch bewirtschaftet, das Bier allerdings bei Stöckl in Hintergereuth gebraut. Und das bringt mich dann zur eigentlichen Enttäuschung meiner Bierwanderung: Zurück im Zentrum von Bayreuth entdeckte ich noch eine interessant anmutende Gaststätte, die mich mit eben diesem Stöckl Bier neugierig machte. Brauerei Bauernwärtla steht in alten Lettern gr0ß über den verdunkelten Fenstern, nach ein paar Bockbieren fasse ich trotzdem den Mut einzutreten. Obskure Gestalten in – naja – wollen wir das Interieur einfach kuriose Dekoration nennen. Bockbier? „Nein, leider! Aber wir haben ein Weihnachtsfestbier!“

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Irgendwie hätte ich mir aus der Jukebox hier Songs wie „Es gibt kein Bier auf Hawai“ oder Legenden des deutschen Countryrocks erwartet. Die trostlose Stille, die trotz der vier anwesenden Gäste (oder Wirtsleute?) herrscht wird heute jedoch nur durch temporäre Bleep und Blong-Geräusche aus den Spielautomaten unterbrochen.

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Das Festbier hat laut Etikett nur 5,1 % Alkohol, wirkt aber dennoch voller und stinkt nach all den Bockbieren gar nicht sonderlich ab. Das Lokal leider schon. Da ich die Zeche ohnehin sofort beglichen hab, nutz ich die erste Gelegenheit, da die 4 Personen hinaus rauchen gehen und verschwinde unauffällig.

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In einem Supermarkt finde ich übrigens dann doch noch ein Bockbier aus dem lokalen Braukombinat Maisel/Aktien/Brauhaus Bayreuth. Damit wären alle Punkte abgehakt. Oder?

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Als Wichtigstes gilt für uns Bierenthusiasten bei einer Brauerei wohl die Bierqualität. Daß der Erfolg einer Brauerei, und hier meine ich vornehmlich die Big-Player, vor allem das Marketing macht ist aber auch klar ersichtlich. Mit Social Media und dem Auftreten von Biermarken in Kanälen wie Facebook, Twitter, Foursquare oder Google+ hat sich in den letzten Jahren aber eine weitere Komponente ergeben, die zum Ansehen einer Marke beiträgt. Ein neues Ranking beleuchtet nun die Aktivitäten der Brauereien im gesamten deutschsprachigen Raum.

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Die Social-Media Spezialisten aus dem Team der Monopol GmbH haben dafür den selben Modus wie bei den bereits etablierten SOCIALMEDIARANKING (alle Marken in Österreich) und BIORANKING (Bio-Marken, Blogs und Ökoprodukte im deutschsprachigen Raum) angewandt. Diese Ranglisten zählen seit längerem als Masstäbe in der Branche und werden laufend geprüft und gewartet.

Mit dem BRAUMONITOR beleuchtet man nun die Social Media Aktivitäten der Bierbranche. Vom Start weg sind fast alle bekannten Brauereien vertreten, auch viele Kleinbrauer und Braugaststätten kommen in den Listen vor.

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Selbstverständlich wird die Liste von den ganz großen angeführt. Sie sind einfach überregional bekannt und haben sich durch Fernsehwerbung, Printmarketing schon über Jahrzehnte in die Hirnwindungen der Konsumenten geschlichen. Und Fan auf Facebook oder Follower auf Twitter wird hier natürlich wirklich mit Sympathie verglichen.

Die Salzburger Brauerei Stiegl, noch gänzlich im Privatbesitz der Familie Kiener, ist hier ein positives Beispiel für gelungene Social Media Arbeit. Als – im weltweiten Vergleich – eher regionale Marke hat man trotzdem beinahe halbsoviel Fans wie die Weltmarke Beck’s. Da der Braumonitor auch die trendigeren Plattformen Twitter und auch Google+ ins Ranking einbezieht, liegt Stiegl sogar vor den Bremern auf dem dritten Platz.

Bei den Salzburgern gibt es einen eigenen Social Media Beauftragten. Der studierte Kommunikationsfachmann Jochen Hencke hat 2011 den Facebook-Account von Stiegl bei 37.000 Fans übernommen. Seitdem haben fast 90.000 weitere Bierfreunde auf der Stiegl Seite den „Like“-Button gedrückt. Mit regelmäßigen sympathischen Timelines aus der Stiegl-Welt unterhält Jochen Hencke die Fans: Tagesaktuell, wie zum Beispiel vor wenigen Tagen, als das Netz sich über die Drohnen von Amazon ausgelassen hat. Schon war eine Stiegl-Drohne gepostet. Ein Bild, das ein Fan gesandt hat. Best Practise also auch in der Interaktion mit dem Klientel.

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Brauer oder Marketingfuzzis, die ihr Unternehmen noch nicht im Ranking gefunden haben, können das permanent an die Redaktion des Braumonitors posten, die Liste wird wöchentlich geprüft und aktualisiert. Ich für meinen Teil habe auf den ersten Blick schon ein paar Kleinigkeiten entdeckt, die ich bei den Kollegen richtigstellen muss. Ich sag nur: Nicht jeder, der mit „-bräu“ endet, braut auch selber Bier.

www.braumonitor.at

Mit seiner jahrhundertealten Braugeschichte unter verschiedensten Fahnen und einer Marktpräsenz in 55 Ländern zählt die böhmische Brauerei sicher zu den Weltmarken. Vor 171 Jahren beglückte man die Welt mit dem hellen Bier nach Pilsener Brauart. Nur rüstet man mit voller Craft für die Zukunft.

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Ob der Sud des Vilshofener Braumeisters Josef Groll am 5.Oktober 1842 nur ein Versuch war, oder er schon wusste, daß ihm damit für seinen neuen Arbeitgeber, im neu errichteten bürgerlichen Brauhaus in Pilsen, der große Wurf gelingen würde ist mir nicht wirklich bekannt. Als das Bier wenige Wochen später, zum Martinitag angeschlagen wurde, war aber bald klar, daß man damit eine Revolution losgetreten hatte.

Das bürgerliche Brauhaus in Pilsen 1842

Das bürgerliche Brauhaus in Pilsen 1842

Eigentlich wurde Groll aus der Brauerei in Vilshofen geholt, um den so beliebten bayrischen Bierstil (ein dunkles  Bier) zu brauen. Aber in Böhmen erkannte er die Möglichkeiten, mit dem weichen Wasser, dem nicht zu bitteren Saazer Hopfen und einem hellen Malz ein untergäriges Bier zu brauen, das in seiner Farbe als golden bezeichnet werden konnte. Dieser Biertyp trat aus Pilsen seinen weltweiten Siegeszug an. Während Josef Groll schon nach 3 Jahren Pilsen wieder verlassen musste – er galt als unguter Kerl und Raufbold – blieb das Rezept im bürgerlichen Brauhaus, wurde aber weltweit kopiert. Das Wort Pils konnte man sich nicht mehr schützen lassen, aber mit der Markeneintragung von 1898 als Pilsner Urquell konnte man die Originalität des Namens festhalten.

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2013 steht die Brauerei vor großen Herausforderungen. Mittlerweile ist die Pilsner Brauerei gemeinsam mit tschechischen Brauereien und Marken wie Velkopopovicky Kozel, Gambrinus, Radegast im Besitz von SABMiller. Der Heimmarkt in Tschechien, mit fast 140 Litern Bierverbrauch pro Kopf noch immer Konsumationsweltmeister, sinkt drastisch und am weltweiten Markt steht man im beinhartem Wettbewerb zu anderen Big Playern. Zudem kommen da auf vielen Märkten die neuen frischen Craftbrewer dazu, die vor auch den großen Importbieren Konkurrenz machen. Wo wird sich Pilsner Urquell also positionieren?

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Braumeister Vaclav Berka

Auch Braumeister Vaclav Berta setzt auf die Tradition der Brauerei, insbesondere auf das 171 Jahre alte Rezept. Noch heute möchte er mit den selben Zutaten wie Josef Groll brauen. „Pilsner Urquell schmeckt heute wie vor 30 Jahren!“ Soviel kann Berta selber bezeugen. „Und mein Vater bestätigt mit seinen 84 Jahren noch längere Konstanz!“ Warum soll man eine Rezeptur auch verändern, wenn darauf die komplette weltweite Sortimentsvielfalt von untergärigen hellen Bieren aufbaut. Und das will man in Zukunft auch noch unterstreichen. Auf die Frage des DRAFT-Magazins anlässlich des letztjährigen Braujubiläums zu seiner Beziehung zu Homebrewern sagte Vaclav Berka: „Die Brauerei ist mein zweites zu Hause! Meine Antwort ist also einfach: Ich bin ein Hausbrauer!“

Sogar im Kontext der Craftbrewer möchte man in Pilsen eine Rolle spielen. Hier nimmt man ganz frech Paul McCartney als Vergleich her: Im Musikbereich ist Paul quasi ein Original, die Quelle vieler Inspiration. Respektiert von allen jungen Musikern – und noch immer im Geschäft. Pilsner Urquell als der Macca des Brewing Business? Oder in den Worten eines schweizer Kräuterzuckerlproduzenten: „Wer hat’s erfunden?“. Die Tschechen haben ihre Rolle offenbar gefunden.

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Aber der Ruf alleine macht noch kein gutes Geschäft aus, so setzen die Pilsener Brauer auf neue innovative Konzepte. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Positionierung in der Gastronomie. Tankbier ist hier ein neues Schlagwort geworden. In ausgesuchten Premiumlocations soll Pilsner Urquell direkt aus dem Tank gezapft werden. Das frische Bier ist nicht pasteurisiert, die Kühlkette zwischen Brauerei und Abgabestelle wird nicht unterbrochen und aus dem Tank wird es ohne zusätzliche Kohlensäure direkt in das Glas gezapft. Frischer kann es höchstens aus dem Bierkeller in Pilsen schmecken! „Aus Studien der Brauerei“, sagt Countrymanager Wolfgang Hinterdobler, „hat man erkannt, daß um fast 20% mehr Bier getrunken wird, wenn die Fässer oder der Tank sichtbar sind!“ In den Lokalen werden die Tanks also vorzugsweise für den Gast sichtbar installiert. Oft werden sie hinter dicken Glaswänden als Tresen- oder Thekeninstallation verwendet.

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Biertank in die Bar der Szenekneippe „Local“ in Prag integriert.

In Österreich gibt es bereits einige Tankbierlokale: Im Sommer startete das Lokal ZATTL in der Wiener Innenstadt, nach der Estancia Santa Cruz im Wiener Prater ist nun auch das Propeller in Graz dazugekommen, wo die Tanks großartig inszeniert ins Lokalambiente eingebaut wurden.

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Pilsner Urquell-Tank im Lokal Propeller, Graz

„Die ganze Welt soll Pilsner Urquell trinken können“, meint der sympatische Braumeister Vaclav Berka, der auch in Prag von diversen Bierplakaten lächelt. Die Kapazitäten des weichen Pilsner Brauwassers werden erst zu 60 Prozent genutzt. An die Brauerei ist ein gut gestaltetes Museum angeschlossen, deren Highlight mit Sicherheit der historische Braukeller ist. Auch im Museum träumt man in einer Präsentation vom weltumspannenden Biermarkt. Dort heisst es: „Vom Äquator bis zu den Polen!“ Und damit sind wohl nicht nur die östlichen Nachbarn gemeint.

Für den Freund gehobener Gastronomiekultur ist die größte heimische Gastronomiefachmesse GAST in Salzburg der blanke Horror. 5 Tage lang werden kurz vor der so wichtigen Wintersaison alle Neuheiten präsentiert. Weil aber auch nirgendwo die Breite des österreichischen Biergeschäftes so konzentriert gezeigt wird, hab auch ich mir wieder diese Messe angetan. Ausgerechnet am besucherstärksten Tag. Der Versuch einer Beschreibung, bevor ich es wieder verdrängen mag:

Für die Messe bleibt mir heuer nur ein Tag, es ist der Montag – für die GAST ist das der besucherstärkste Tag. Viele Gastronomen und Hoteliers nützen den ruhigen Montag nach ihrem Wochenendgeschäft um nach Salzburg zu fahren. Immer öfter erlebe ich, daß sich hier nicht nur die Aussteller präsentieren, sondern auch die Wirte. Oft mit einem Tross aus Stammgästen angereist, denen Alkohol bis zum umfallen versprochen wird, zeigt man hier seine Bedeutung vor den Lieferanten.

Schon im frühen Zug von Wien nach Salzburg entdecke ich die ersten Messebesucher. Im Bistrobereich der Westbahn sitzen die beiden Herren um 6.50 Uhr morgens und essen ihr Schnitzel mit Kartoffelsalat, begleitet von 2 Flaschen Bier (alles selbst mitgebracht, wohlgemerkt). Ich entnehme ihrem Gelalle sowas wie eine Messeplanung, die immer dann etwas lauter wird, wenn der Ärger entfläucht, daß Bacardi auf der GAST nicht vertreten ist. Das Ziel der beiden Herren für den Montag ist offensichtlich: Den Spiegel zu halten und am abend wieder irgendwie den Bahnhof finden.

Am Bahnhof in Salzburg ist es dann ziemlich schwierig, öffentlich zum Messegelände zu kommen. Die O-Buslinie 1 fährt in 10 min Intervallen zur Messe, für den aktuellen Andrang ist dies viel zu wenig. In der Warteschlange dreht sich auch hier fast alles um ein Thema: Wo geht man am besten zum saufen hin, die Wörter „trinken, verkosten, probieren oder gustieren“ haben hier offensichtlich kaum was zu suchen.

Auch wenn mein Hauptinteresse den Bieren hier gilt, streife ich am Vormittag vor allem auf der Suche nach anderwertigen Neuheiten, mit einem Focus auf Bio durch die Hallen. Ausser den feinen neuen Bio-Chips von BioArt im BioParadies Salzburg und einem Stand der Fairtrade-Organisation ist aber nur wenig organisches präsent. Immerhin treffe ich dann Robert „Kaiser Robert Heinrich“ Palfrader, als Werbeträger der Frittenbude 11er macht er hier gute Miene zum bösen Spiel. Im Gegensatz zu den Vertretern der Frittierware gelingt ihm als Schauspieler die fröhliche Mimik. Den anderen beiden geht es offensichtlich wie den Fussballtorhütern vor Gleichnamigen.

(c) Reed Exhibitions Salzburg / Andreas Kolarik

(c) Reed Exhibitions Salzburg / Andreas Kolarik

Etwas später traute ich mich dann endlich zu den Bierständen. Mit dem Florian Pils der Brauerei Schnaitl zu starten kann sicher nicht schaden, auch der Mai- und der Festbock konnten mich in Probier-Mengen erfreuen. So richtig turbulent ging es schon zu Mittag auf den Ständen der großen heimischen Brauereien zu. Die österreichische Brau Union hat ihren Riesenstand nach Marken gegliedert – Heineken, Zipfer, Gösser, Desperados – und alleine die Anzahl ihrer Bierversilberer würde kleinere Hallen füllen. Für besonders wichtige Gäste und die Führungsmannschaft des heimischen Heineken-Ablegers gab es einen ersten Stock. Für diesen war ich nicht wichtig genug – immerhin hat man mir ein Bier von oben gebracht. Denn nur im exklusiven Bereich gab es das „Maroni Style“ Bier von Günther Seeleitner aus dem Braugasthof in Kaltenhausen. Etwas wenig Maroni für meinen Geschmack, aber nach einem starken Edelweiss Gamsbock stinkt auch mal das beste Gourmetbier trotz seiner 6,9 % Alkohol ab. Immerhin weiss ich nun wie die heimische Bierkultur aussieht:

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Die wirklichen Spezialitäten, also die Lieblingsbiere der Braumeister, werden hier nicht wirklich publikumswirksam präsentiert, oder nur auf Nachfrage unter der Bude gereicht. Für das Klientel der Messebesucher setzt man auf die bekannten, großen Marken – „Biere, die nicht wehtun“, wie mir ein Biervertreter des Marktführers kundtat. Aber wenn man genau hinsieht, dann findet man sie ja doch:  Das IPA oder das Honigbier (welches sich auch durchaus Honigbock nennen könnte) der Rieder Brauerei, den im Cherryfass gereiften Ganderbock aus dem Zillertal, das holzfassgereifte Trumer Bier oder den schon erwähnten Maibock von Matthias Schnaitl aus Gundertshausen.

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Das Thema Craftbeer ist auch hier angekommen. Getränkehändler wollen mit diesem Thema punkten, vielleicht auch die eine oder andere Anfrage von interessierten Kunden befriedigen. So vertreibt die Tiroler Firma Morandell mit ihrem österreichweiten Logistiknetz auch die Produkte des Osttiroler Importeurs Heinrich Wibmer. Das sagt jetzt nicht jedem was, aber in anderen Worten: So finden zum Beispiel schottische Brewdog Biere auch den Weg in die österreichische Gastronomie. In den Kühlschränken am Messestand fand sich sogar Abstrakt.

Verstärkt auf die Craftbeer-Szene setzt auch Kolarik & Leeb, eine Tochter Firma der Ottakringer Brauerei. Letztere hatte ja schon mit den Kleinbrauern im Rahmen ihrer Braukulturwochen im letzten Sommer aufhorchen lassen. Aus diesen Reihen kommen auch die meisten neuen Craftbiere, die auch auf der Messe präsentiert wurden: Eine Auswahl an Gusswerk-Bieren, das Sortiment des Kremser Brauschneiders und die auffällig etikettierten Bevog-Biere der slowenischen Brauer aus Bad Radkersburg.

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Karl Kolarik, auch als Schweizerhaus-Besitzer sowas wie eine Bierlegende, vertreibt nun auch Horny Betty vom Brauhaus Gusswerk.

Zum Abschluss wollte ich nochmal etwas mehr über die Hausbiere von Stiegl erfahren, Spezialitätenbraumeister Markus Trinker war aber an dem Tag leider nicht zugegen und bei dem Trinkerandrang war dann irgendwie auch keine richtige Fachgesprächstimmung mehr gegeben.

So bin ich dann nach 8 Stunden Messe bereits 30 Minuten vor Messeschluss zum Bahnhof. Der Zug war im Gegensatz zur Hinfahrt beinahe leer. Offensichtlich haben viele der Messe-Aussaufer den Weg nicht mehr gefunden.

Da beschäftigt man sich schon so lange mit Bier und dessen Geschichte und dann entdeckt man eine regionale Tradition eigentlich nur zufällig. Es war wieder einmal die Diskussion über den Begriff Zwickl. Diesmal wollte man mir weiss machen, daß es sich um eine Ableitung des obepfälzischen Zoigl handelt.

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Ich war etwas baff, denn die Herkunft des Wortes Zwickl ist mir wohlbekannt. Von meiner Geschichtsinterpretation des Zwicklhahnes, der eben mit dem Zwickl, also der kleinen Münze, geöffnet wurde, rücke ich mit Sicherheit auch nicht mehr ab. Vielmehr überraschte mich, vom eigentlichen Zoigl noch nie gehört zu haben, dann dabei offenbarte sich tolle regionale Biergeschichte, die zum Teil bis heute fortgeführt wird.

Der Zoigl ist ein sogenanntes Kommunenbräu, traditionell verhaftet in der nördlichen Oberpfalz. Recht nah am benachbarten Oberfranken, einer Region die ohnehin für ihre Braukultur und -vielfalt bekannt ist. Der Zoigl ist ein untergäriges Bier, das nach althergebrachter Weise gebraut wird. Zumeist hell, manchmal aber auch dunkel – aber immer unfiltriert – also auch ein sogenanntes Zwickl. In offener Sudpfanne über einem Holzfeuer wird die Maische – das Gemisch aus Wasser und Gerstenmalz – zuerst gekocht, dann gehopft und so als Würze nochmals erhitzt. Im Keller wird dieser Sud in großen Behältnissen gelagert, die Hefe verrichtet nun Ihre Arbeit verrichtet. Nach etwa 10 Tagen Gärungszeit wird das Zoiglbier in die Fässer abgefüllt, in denen es noch mehrere Wochen ausreifen muß.
Obwohl immer das gleiche Brauverfahren angewendet wird, schmeckt jeder Zoigl anders, denn jeder Brauer hat sein eigenes Rezept, nach dem das Verhältnis der Zutaten bestimmt wird. Doch sogar bei ein und demselben Zoiglwirt kann es von Mal zu Mal Unterschiede geben.

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Gebraut wird der Zoigl im Kommunbrauhaus welches von den brauenden Bürgern  finanziert und erhalten wird. Dafür muß jedes Mitglied in diesem vereinsähnlichen Zusammenschluß das Kesselgeld, eine Art Mitgliedsbeitrag, zahlen.
Das Zoiglbraurecht geht in vielen Kommunen bis ins frühe 15.Jahrhundert zurück. Damals erhielten alle Hausbesitzer das Recht, selbst zu brauen und auszuschenken. Das Braurecht bleibt stets fest mit Haus und Grundstück verbunden und ist auch heute noch im Grundbuch eingetragen.

Der sechseckige Stern, der ähnlich wie der Buschen bei österreichischen Heurigen, die Zoiglausschank signalisiert gilt als Symbol für das Zoigl und wurde darüber hinaus zum Zunftabzeichen deutscher Brauer. Die oberen Zacken signalisieren Hopfen, Wasser und Malz – die unteren Stehen für die Elemente Luft, Feuer und (ebenfalls wieder) Wasser.

Oftmals, wie zum Beispiel beim Schafferhof in Neuhaus wirkt das Auftreten der kommunalen Zoiglstuben schon sehr professionell. Mit Website, Facebook-Präsenz und großen Kulturveranstaltungen. In manchen Fällen blieb es aber auch einfach bei ein paar wenigen Bänken, die im Innenhof oder den Einfahrten von Privathäusern aufgestellt werden. Immer aber hängt der Stern aus den 2 gleichseitigen Dreiecken vor der Tür.

Daß mittlerweile auch kommerzielle Brauereien den Begriff Zoigl auf ihre industriell produzierten und abgefüllten Flaschen etikettieren, erregt vielerorts schon die Gemüter. In der Kahrmühle in Pressath hab ich zum Beispiel das Zoiglbier der Püttner Bräu in Schlammersdorf getrunken. Es wirkte wie jedes andere Zwicklbier, viel klarer sogar und von der beim Zoigl üblichen geringeren Kohlensäure merkte ich nichts. Nun ist diese kleine lokale Brauerei sicher nicht das, was man sich heute als eine Industriebrauerei vorstellt, mit Sicherheit aber ist es keine Kommunenbrauerei, die in der Tradition des Zoigl entstanden ist. Sieht man sich das Sortiment der Schlammersdorfer Brauer an, liegt es hier auch nahe, daß man das unfiltrierte Bier des Hauses einfach Zoigl nannte.

Die Sendung „Quer“ des Bayrischen Rundfunk hat vor wenigen Monaten die Diskrepanz um den Zoigl thematisiert:

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Braufest Berlin 2013

An der Basis wird wieder gebraut. Das ist schön für Berlin und die Bierliebhaber der Stadt, deren Brautradition sich fast nur noch in historischen Bauwerken spiegelt, die heute für Kunst- und Kultur genutzt werden. Am Braufest Berlin präsentierten sich die frischen jungen Craft Beer Brauer der Hauptstadt.

Früher gab es sehr viele Berliner Brauerein, mächtige Industriegebäude mit hunderten Arbeitern und hohen Schloten. Die Industrielle Revolution und zuletzt die Konzentration der Branche hat nur noch 2 große Brauereien (oder eher Marken) hinterlassen, beide gehören mittlerweile zusammen und sind wie Radeberger oder Jever im Oetker-Konzern eingebunden. Die Schultheiss-Brauerei in der Schönhauser Allee war einst die größte Brauerei Deutschlands und firmiert heute als Kulturbrauerei für Veranstaltungen und Kulturzentrum.

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Das Szimpla Badehaus vor dem Ansturm

Natürlich sind seit den 90er Jahren wie überall in der Republik auch kleine Gasthausbrauereien in Berlin entstanden, die ihr eigenes Bier brauten, zumeist aber nur gängige Mainstream-Sorten. Erst in den letzten beiden Jahren hat sich von der Basis wieder eine richtig feine Bierbrauer-Szene entwickelt. Aus Amerika kam nicht nur der Trend der handwerklich gebrauten Biere mit sehr hohem Hopfenanteil, sondern im Fall der Vagabund Brauerei in Berlin Wedding auch die Brauer. Gemeinsam mit den anderen Berliner Craftbrewern, größeren und kleineren konventionellen Biermarken aus Bayern sowie ein paar internationalen Bieren, die durch Importeure oder Händler vertreten waren, bekam man am letzten Wochenende am Braufest Berlin einen guten Überblick über die Berliner Bierszene.

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Rund um das Szimpla-Badehaus am RAW-Gelände, dem ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerkes, konnten sich zahlreiche Besucher bei freiem Eintritt durch über 80 verschiedene Biere kosten. Internationale Gäste wie die Bierzauberei aus Österreich, das Kaltenecker Bräu aus der Slowakei und die Hopfanatic aus Ungarn und ein paar Essensstände rundeten das feine Angebot ab.

Aber zurück, zu den jungen wilden Brauern, die Ihre Biere in kleinen Zelten, die mit alten Paletten gestaltet wurden, zumeist direkt aus dem Fass ausgeschenkt haben. Tolle Produkte waren dabei – für ein richtige Bierfestival fehlte es leider an einheitlichen Verkostungsgläsern und der „richtigen Menge“. Bier wurde immer in der Mindesteinheit 0,3 lt ausgeschenkt. Das ist bei der Anzahl von Brauern und Sorten halt ein schwieriges (und auch teures) Unterfangen, sehr viel zu verkosten.

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Johannes Heidenpeter zapft seine handwerklichen Ales.

Herausragend das XPA von Schoppe Bräu und das 2013 Imperial Ale der österreichischen Bierzauberei. Thorsten Schoppe, einer der umtriebigsten in der Szene der neuen wilden Brauer, bekam  auch die Trophäe der beliebtesten Brauerei am Fest, das die Gäste mit ihren Teilnahmekarten wählen konnten.

Thorsten Schoppe wurde zum beliebtesten Brauer gekürt.

Schoppe wird zur besten Brauerei des Festivals gekürt.

Bei insistierenden Nachfragen bekam man dann auch ein paar Sorten angeboten, die nicht auf der Liste standen, so hatte ich das Vergnügen von Thorsten Schoppe einen 2 Jahre alten Barley Wine mit 23,7% Alkohol zu verkosten. Für einige Stunden soll das einmal das stärkste Bier der Welt gewesen sein.

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Gemeinsam mit dem Gypsy-Brauer Lenny hat die Vagabund Brauerei ein Ale eingebraut, das auch eine enorme Bereicherung für die Vielfalt des Braufestes war. Ein Gypsy-Brauer, auch gerne Kuckucks-Brauer genannt, ist ein passionierter Brauer ohne eigene Braustätte, der auf fremden Anlagen oft in Kooperation mit den dortigen Brauern braut.

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Als nächstes wird Lenny nach Australien fahren, sein T-Shirt hat er schon. Ich werd leider wieder heim nach Wien, mit vielen Inspirationen und dem Geschmack von frischen feinen Indian Pale Ales am Gaumen.

 

 

Hops & Barley, Berlin-Friedrichshain

Vagabund Brauerei, Berlin-Wedding

Beer 4 Wedding, Berlin-Wedding

Schoppe Bräu, Berlin-Kreuzberg

Heidenpeters, Berlin-Kreuzberg

In den letzten Monaten ist mir der Name Camba Bavaria, gerade im Zusammenhang mit den frischen Craftbieren, immer öfter untergekommen. Eine Wandertour in Bayern hab ich mal zu einem kleinen Abstecher nach Truchtlaching, nahe des Chiemsees genutzt. Beer finding Mission – Bavarian Style!

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Der Weg hat sich gelohnt, daß ich einen Leihwagen für diese Tour gemietet hatte war mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sehen: Ich konnte viele Biere aus dem neu gestalteten Brauereishop mitnehmen, von den 15 Fassbieren vor Ort konnte ich zwecks Fahrtüchtigkeit natürlich nur ganz wenig probieren. Dies tat ich aber mit Genuss. Die Brauereigaststätte bietet in ihrem rustikal eingerichteten Lokal und der schönen großen Terrasse mit Blick auf die strömende Alz zwei verschiedene Bierverkostungsmenüs an: Die bayrische Variante (mit klassischen heimischen Biertypen wie Märzen, Weissbier, Bock etc) und ein ProBier-Menü namens „Trau Di“. Da werden auf einem schönen gestanzten Holztablett 6 kleine Biergläser gereicht, mit jeweils 0,1 lt einer der neuen, für den traditionellen Biertrinker ungewohnten Sorten. Dafür habe ich mich dann entschieden, begleitet von einem im Weckglas servierten hausgemachten Obatzten. Bavarian Lifestyle at it’s best!

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Mein Verkostungsmenü bestand aus einem Camba Dry Stout (4,5% alc, dunkles Ale mit Röst- und Bitterschokoladegeschmack), dem Black Lager (5,1% Schwarzbier), Love Beer (5,2% helles Weissbier mit Grapefruitnote, für das der La Brass Banda Sänger Stefan Dettl als Patron herhält), Camba Pale Ale (5,2% alc, helles Ale mit exotischen Noten wie Mango und Zitrus), Camba Nelson Weisse (5,2% alc helles Weissbier mit neuseeländischem Aromahopfen und Noten wie Blutorange und Pfirsich) sowie dem Camba IPA (8% alc dunkeloranges Ale mit Cascade-Hopfen). Gerade die Nelson Weisse und das starke abschliessende IPA haben es mir besonders angetan. Schon nach den ersten kleinen Verkostungen begann ich zu rechnen, wieviel Flaschen wohl in den Kofferraum passen würden.

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Und der Shop? Natürlich ein Paradies. In netten kleinen gebrandeten Holzkistchen lagern die diversesten Sorten an 0,33 lt Flaschen, die alle gerade mal etwas über € 1 kosten, vorne im Kassaraum steht viel Zubehör wie Gläser, T-Shirts und Biersalz, aber insbesondere die stehend gelagerten Old Oak Aged Biere: Ausgefallene Ales die für mehrere Monate in alten Eichenfässern (mit zB Rum, Kirsch oder Bourbonaromen) gelagert sind. Die 0,75 lt Flasche geht mit ca € 20 über die Verkaufsbudel.

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Jetzt fragt sich meinereiner aber: Wie kommt so ein toller Betrieb in ein Dorf wie Trutlaching. Wie geht das, daß laut Website sich hier ausserhalb jeglichen urbanen Zentrums fast 15 Braumeister austoben können und Biertypen brauen, die gerade dem ländlichen Bierkonsumenten Aussagen wie „Aber nach Bier schmeckt des net!“ entlocken? (und damit meine ich geschmackvolle Biere abseits des bayrischen Mainstreams oder Fernsehbrauerei-Einheitsbreies)

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Die Camba Bavaria ist quasi die Schaubrauerei und die Heimatstätte des Brautechnikunternehmens BrauKon. Die Firma von Christian Nuber, der hier auch die eigene Brauerei und die großartige Braugaststätte initiierte, liefert weltweit schlüsselfertige Anlagen für die Brau- und Getränkeindustrie. BrauKon Anlagen stehen bei Samuel Adams in den Vereinigten Staaten genauso wie auf einer Insel vor dem finnischen Helsinki, in Salzburg in der Stieglbrauerei, dem Hofbräuhaus Shanghai oder der Londoner Camden Town Brewery. Die 16 Braumeister haben also auch noch anderes zu tun, als sich mit Bieren zu beschäftigen, die dann aus den 16 Zapfhähnen in der Braugaststätte der Camba rinnen. 16 offene Biere? Nein, da hab ich mich getäuscht. Denn aus dem obersten Zapfhahn ganz rechts, dort wo in Anlehnung an einen Frank Zappa Song die Bezeichnung „Yellow Snow Ale“ daraufsteht – dort kommt in der Camba das Sodawasser raus.

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Oak Aged Beerfestival am 21.9.2013 ab 14.00 Uhr im Hofe der Brauerei: Verköstigung der eichenfassgereiften Bierspezialitäten sowie an die 30 Hobbybrauern mit Ihren Köstlichkeiten!

Camba Bavaria / Brauereigaststätte  Mo-Sa ganztägig geöffnet       Shop Camba Ladl :Mo-Fr: 10-18 Uhr; Sa: 10-12 Uhr

D-83376  Truchtlaching, Mühlweg 2