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Archive for the ‘Bierlokale Wien’ Category

Eine Gruppe von Craftbrewern, BrewPub-Besitzern und Beerfest-Organisatoren aus Georgia macht einmal im Jahr eine gemeinsame Reise nach Europa. Diesen Februar besuchen sie Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik. Im Wiener Lokal 1516 Brewing Company brauten sie sogar einen Sud ein.

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Eine fidele Gruppe aus 27 Bierenthusiasten hat diesmal den Weg über den Atlantik genommen. Nachdem man im vergangenen Jahr kleine Brauereien in Schottland und England besucht hat, begibt man sich zu den Wurzeln der Lagerbiere und plante Stopps in München, Wien, Pilsen und Prag. Owen Ogletree, der Organisator der Reise hat beste Kontakte zur europäischen Brewpub- und Craftbeerszene, ist er doch selber Judge beim CaskAleFestival UK.

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Durch die Auswahl der im 1516 Brewing Company gebrauten Biere galt es sich zunächst schon durchzukosten. Das war trotz der frühen Stunde kurz vor Mittag ein Vergnügen. Hier wurde diskutiert, verglichen, bewertet … aber in erster Linie genossen.

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Für uns und ein paar andere ausgewählte Journalisten und Bierfreunde waren es sehr anregende Gespräche. Informativ vor allem der aktuelle Stand der Craftbeerszene in Georgia und die aktuellen Trends, die ja wie immer mit etwas Verzögerung auch in Österreich ankommen werden.

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Brian „Spike“ Buckowski von der Terrapin Beer Company in Athens braute hier auf der Anlage des 1516 einen Sud Terrapin Rye Pale Ale ein, den das Team des Wiener Brew Pubs in einigen Wochen dann ausschenken wird. Kooperationen, Austausch und Zusammenarbeit prägen die Craftbeerszene in den Staaten und gedeihen mittlerweile auch in Europa wie eine aufstrebende Hopfenranke. Besonders interresant war der Austausch mit den Organisatoren von Beerfestivals. Alan Raines vom Hotoberfest kauft als Organisator selber diverse gebrauchte Holzfässer aus Destillerien zu und füllt Biere der Festivalteilnehmer vorab zur Lagerung ein. Diese werden dann erst am Festival von den VIP Gästen (es gibt spezielle Tickets, mit denen man Zugang zu den Raritäten bekommt) verkostet.Bob Sandage, Besitzer des Brewpubs Wrecking Bar in Atlanta organisiert jährlich das Strong Beer Festival. Hier werden nur Biere ab 8 % Alkohol ausgeschenkt.

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In wenigen Wochen wird das Terrapin Rye Pale Ale aus den Leitungen des Wiener Brewpubs fliessen. Spätestens dann kommen wir zurück auf ein paar Gläser.

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Kein Bierstil hat in den letzten Jahren soviel Aufmerksamkeit uns so viele neue Varianten gefunden wie das Indian Pale Ale. Parallel mit dem wachsen der Craft-Beer Szene ist es beinahe schon im Bier-Mainstream angekommen. Um das zu zelebrieren erklärte man in Amerika den ersten Donnerstag im August zum IPA-Day!

Gestern traf ich auf der Strasse Johnny. In Wien besitzt er einige Pubs zudem auch noch das Bobbys, einen Import Shop für Lebensmitteln aus England, Schottland und Irland. Letzte Woche gab es als Beerspecial im Johnny’s Pub das Punk IPA von der schottischen Craft Brewery Brewdog.

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Als ich mich erfreut zeigte, daß es diese Spezialität nun auch in seinem Pub gibt, verzog er seine Mine und es hatte nichts, was ich an positiver Gestik deuten konnte: „Pfui, das ist ja grauslich! Schmeckt wie parfümiert“, sagte Johnny und ist mit seiner Meinung da wahrscheinlich die Ausnahme, die üblicherweise die Regel bestätigt.

Die Legende sagt, daß Indian Pale Ales schon im 18.Jahrhundert gebraut wurden. Stärker gehopfte Ales, die dadurch die langen Tranportwege von der englischen Mutterinsel in die fernen Kolonien, vor allem Indien, überstehen sollten.

In Amerika fand dieser Biertyp ein Revival. Die aufstrebenden Craft Breweries stellten IPA in den Mittelpunkt und bereits nach wenigen Jahren fällt es vielen schwer, die beiden Begriffe voneinander zu trennen. In vielen Foren wird heute darauf hingewiesen, daß CraftBeer nicht gleich IPA ist und schon gar nicht umgekehrt.

Von den zahlreichen Spezies, die man auch im deutschsprachigen Raum über diverse Onlinehändler oder Spezialitätenshops – am besten aber auf Craft-Beer-Festivals, erwerben kann, mochte ich das Weisse Nicobar am liebsten. Zuletzt konnte ich es auf einer Nachhaltigkeitsmesse in Wien vom Fass trinken, denn das Weisse Nicobar von der Brauerei Gusswerk ist auch nach Biokriterien gebraut.

Ich werde den IPA Day heute aber mit einem besonders fein gestalteten Produkt feiern: Stefan’s Indian Ale ist ein Spezialprodukt aus der oberfränkischen Brauerei Maisel’s. Jeff Maisel hat mit 2 Freunden unter dem Titel Maisel & Friends 3 aussergewöhnliche Biere kreiert, die in wunderschönen 0,7 lt Flaschen und dazugehörigen Designergläsern angeboten werden. Auch so ein Beispiel, wie große Brauereien auf Craft Beer setzen.

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Die hopfig fruchtige Kreation mit dem gelb-orangen Etikett stammt von Stefan Sattran, seineszeichens Wein- und Delikatessenhändler mit seinem Luna in Bayreuth. Besonders heute werde ich mir dieses Bier schmecken lassen!

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Beobachtet man die internationalen Gastrotrends, so entdeckt man immer häufiger Lokale, die gezielt auf gutes Fleisch setzen. Die besten davon entwickelten eine interessante Kombination aus Fleisch und Bier. Trendige Szenegastronomie, die auf Qualität statt auf Quantität setzt und den Genuss wunderbar inszeniert.

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Das Menü der FETTEN SAU: Fleisch, Fleisch und Craft Beer

In Brooklyn begeistert das Lokal Fette Sau: Insider sprechen vom besten BBQ Restaurant in New York, in London steht man Schlange vor dem MEATliquor. Und seit Beginn der Sommersaison hat Wien auch seine Fleisch-Hochburg: It’s All About The Meat Baby, am Wiener Donaukanal – genau vis a vis vom Badeschiff lässt den Mittbewerb am Canale blass aussehen.

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Schon kurz vor 18.00 Uhr ist hier fast kein Platz mehr zu bekommen. Gerade dann, wenn der DJ seine 4 Stunden Programm beginnt (um 22.00 Uhr – also dann wenn zB in Spanien der Abend beginnt- muss hier leider wieder alles ruhig sein) geht hier kulinarisch schon die Post ab. Und der Ansturm verwundert kaum: Top-Angebot und Qualität setzt sich durch. Die Burger zählen zu den besten, die ich jemals gegessen habe – in Wien ohnehin konkurrenzlos. Gerne erzählt das Personal auch, von wo all die Zutaten kommen. Das Rindfleisch kommt – so wie auch im Mutterschiff, dem Dining Room im Charlie P’s, aus Irland. Das mag verwundern – mich zumindest – spricht aber auch für das Vertrauen, daß die irischen Besitzer des Lokales in ihre langjährigen Lieferanten setzen. Man kennt sich.

Die Buns werden auch im Hause gemacht. Jeden Morgen werden die – für mich eigentlich leider immer etwas zu süssen – Weissbrotwecken mit der Sesambestreuung frisch gebacken. 400 sollen pro Tag gebraucht werden. Auch nicht schlecht!

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All die Speisen werden, wie auch in Brooklyn bei der Fetten Sau auf einem Tablett serviert. Gerade mit einer Lage Backpapier bedeckt und die hausgemachten  Fritten (von Bauer Johann) in einer vintagemäßigen Schale. Besteck würde am Tisch stehen, gebraucht werden aber nur Servietten. Und Bier. Gutes Bier, klar. Deswegen bin ich ja eigentlich hier.

Aus dem Fass läuft hier das Tschechische Kozel (zu deutsch: Ziegenbock) aus Velke Popovicke nahe Prag. Ein schön süffiges Bier, begeistern kann mich hier vor allem die Glasform. Zum Essen soll es dann aber ein Sierra Nevada Pale Ale sein. Die Auswahl an Craft Beer ist für Wien ungewöhnlich, aber ich möchte heute neues probieren. Die angebotene Auswahl an Bieren vom Salzburger Brauhaus Gusswerk und den Brewdog Beerpunks aus Schottland kenn ich schon.

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Da ich immer wieder an das Fleischrestaurant in New York denken muss, gibt es noch ein Brooklyn Lager zum Abschluss. Die Bierauswahl ist wirklich fein und mit € 4,50 für die Flasche liegt man bei den meisten Produkten sehr fair dabei.

Etwas überrascht bin ich dann beim Abschied. Auf unseren Tisch, auf den schon einige hungrige an der Bar gewartet haben, bekommt schliesslich eine gute Freundin: Sie ist Vegetarierin. Meinen überraschten Blick kontert sie sofort: Der „No Meat-Burger“ soll weltklasse sein. Ich will es nicht wissen, glaube es ihr aber einfach.

Das Lokal wird je nach Wetterlage bis Ende September 2013 geöffnet sein.

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Das Charlie P’s von Brian Patton bietet mehr als das gängige Irish Pub Klischee. Im angeschlossenen Dining Room kocht der tschechische Chef Petr Matusny, der jahrelang in Pubs in Dublin der gehobenen irischen Küche fröhnte. Zur Finalisierung der neuen Menükarte wurden nun FoodBlooger und Freunde des Hauses geladen, die passende Getränke zu den einzelnen Gerichten zu wählen. Ein feuchtfröhlicher kulinarischer Abend:

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Wenn ich mir die Aufnahmen des gestrigen Abends ansehen, sehe ich fast nur Biergläser. Ein Eindruck der nicht täuscht, aber durchaus Sinn machte. Denn zu den 5 herausragenden Gängen wurden jeweils 2 Biere unterschiedlicher Brauereien aus verschiedenen Ländern kredenzt. Den ersten Gang – Galway Oysters in Schalottenvinaigrette – hab ich ausgelassen. Die beiden Biere – das für Österreich von Ammersin frisch importiere O’Haras Irish Stout und das rote Zwicklbier von Ottakringer – hab ich getestet: Stout war leider noch nie was für mich. Das ich Muscheln nicht mag finde ich auch recht schade, denn angeblich gibt es nichts besseres zu einem Hoegaarden Wit Biere als Begleitung – aber man kann halt nicht alles haben.

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Das folgende Scotch Egg entpuppte sich als ein in Blunzen gehülltes Ei. Begleitet von einem Irish Pale Ale von O’Hara und alternativ dem hellen Zwickl aus Ottakring.

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Zu den Garnelen aus der Bucht von Dublin wurde neben dem Brew Dog Trashy Blonde auch ein Wein (Riesling Steinriegl vom Prager) gereicht, der aber in der Sauce der Prawns mit Knoblauch besser kam, denn als Begleitung. Neben all den feinen Bieren aber fast ein Exote.

Meine beiden Bierhighlights folgten zum Hauptgang (Irisches Tullamore Lamm vom Schlächter F.X.Buckley) und dem Desert (Valrhona Schokoladenfondant mit Himbeersorbet – auch bekannt als „Death by Chocolate): Das Austrian Amber Ale vom Brauhauss Gusswerk und zur Schokolade das Leffe Brune. Wäre der Abend nicht schon so spät, von letzterem hätte ich gerne noch mehr gehabt.

Gratulation an das Team vom Charlie P’s, Dank den beiden Braumeistern aus Salzburg (Reinhold Barta, ganz links) und Ottakring (Tobias Frank, ganz rechts) für Ihre Biergeschichten. Ich freu mich schon auf das neue Menü im Charlie P’s.

Reinhold Barta, Petr Matusny, Tobias Frank5180

 

Charlie P’s Irish Pub / Dining Room; 1090 Wien Währingerstr. 3

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Über das traditionelle Wiener Vorstadtlokal Waldtzeile wurde zuletzt sehr oft positiv berichtet.  Wir gehen dort sehr gerne Kärntner Bier trinken. Und heute waren wir auch mal richtig gut essen dort.

DSC_0008Florian Holzer unterstrich den Bereich unter den Kastanienbäumen zuletzt im KURIER als einen der 5 schönsten Gastgärten Wiens. Bierpapst Conrad Seidl adelt das Speisinger Lokal jährlich mit einer Top Position im österreichischen Bierguide und nannte es den „Biergarten des Jahres 2009“.  Nicht umsonst: Denn hier werden schon seit der Übernahme durch die Familie des Niederländers Jan Sturrus hervorragende Biere der Vereinigten Kärntner Brauereien gezapft. Dass die Braureie darauf auch selber sehr hohen Bedacht legt, liegt wohl auch daran, dass Madeleine Herberstein (besitzt 50 % + 1 Aktie der Brauerei – der Rest ist in der Hand der … eh kloa .. Brau Union) ganz nahe residiert und gern auch mal einkehrt.

Etwas enttäuscht war ich, dass in der sehr aktuellen, saisonalen Karte kein Ansatz von Biergerichten zu finden war, wie das in der Topp-Biergastronomie mittlerweile zum Standard gehört. Aber das war- und ist wohl das einzige Manko. Denn die Speisen, die mein 2 gängiges Biermenü (Schleppe Jubiläumsbier & Villacher Zwickl) begleiteten und alles, was meine Familie noch konsumierte war allerfeinstens. Als Gedeck servierte man frisches Brot mit hausgemachten Aufstrichen.

Als dann die Suppen kamen, war ich fasziniert von der Servierart, die ich noch aus meiner Jugend von Ausflugsgasthäusern kannte und zuletzt nur noch im im Gasthaus Schlusche vorfand. Als Hans Schlusche vor einigen Jahren  in Pension gehen wollte und nach einem Nachfolger suchte, war es einer der vertraglichen Auflagen, den Betrieb in gehobener Qualität mit Wiener Küche weiterzuführen. Schön, dass auch die Suppenschöpfer übernommen wurden.  Auch der Charakter des Chefs blieb einzigartig (in manchen Kritiken auch als eigenartig ob seiner kritikunfähigkeit verpönt). Ich mag Ihn, und finde es sehr sympathisch, daß quasi die komplette Familie hier werkt, und die ist nicht klein. Freundlich waren Sie allemal, auch die Auswahl der Hunde, die durchs Gastzimmer stolzierte. Dies mag nun widerum nicht jedergasts Sache sein.

WaldzeileMeine Dukatenschnitzel (aka Cordon Bleue) waren nicht nur erstklassig, sondern auch riesig. Die Karotten/Orange/Ingwer- Suppe zuvor eine Inspiration und meine Desertaversion wurde beim Auftischen der gemeinsamen Desertvariationen verworfen.

Nachher wollte ich noch eine Spätlese trinken, von Nittnaus aus Gols gab es sowohl eine weisse als auch eine rote Version. Also trank ich zwei. Und von beiden nahm ich dann noch je eine Flasche zu wohlfeilen € 8,50 mit heim. Ach ja, dies hier ist ja ein Bierblog. Egal – gerade der Spass auch an anderen feinen Genussmitteln macht den klassischen Biergeniesser aus. Und jetzt wünsch ich mir, daß dies noch mehr WineWriter auch zugeben.

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Der Kowara (wie sich Lokalbesitzer Bertl Windisch gerne nennen lässt) bezeichnet sein Lokal als das letzte Wohnzimmer Wiens. Ich tät mir in meinem Wohnzimmer so eine Bierauswahl gerne wünschen.

hawidere3Der Kowara war eigentlich einmal Verkäufer für Güssinger Mineralwasser. Wenn man soviel in der Gastronomie herumkommt und soviele Ideen sieht und auch selber hat, wünscht man sich dann halt auch einmal ein eigenes Lokal. Der Bertl wär nicht der Kowara, hätte er diesen Wunsch nicht auch realisiert. Ich mag nicht nachrechnen wann das Hawidere in der Ullmannstrasse dann tatsächlich eröffnet wurde, aber im November letzten Jahres feierte man das runde Jubiläum von 2799 Tagen !. Jetzt geht es hier natürlich ums Bier, denn das Hawidere hat sicherlich eine der besten und breitgefächertesten Bierkarten der Bundeshauptstadt, aber in diesem Lokal gibt es soviele tolle Facetten, dass ich jedem Freund von Bier und Geselligkeit empfehlen kann, das letzte Wiener Wohnzimmer im 15.Bezirk zu besuchen.

Die Küche bietet viele biologisch zertifizierte Speisen, somit hängt am ersten Zapfhahn natürlich das Paracelsus Bio-Zwickl aus der Stieglbrauerei. Als Hausbier kredenzt der Kowara zur Zeit das rote Zwickl aus Ottakring. Durch die anderen beiden Fassbierleitungen läuft Velkopopovicky Kozel und Stiegl Goldbräu.  Wenn sich der Bierfreund weiter durchkosten möchte, findet man von der Flasche weitere Spezialitäten aus Weitra, Murau, Neumarkt etc.

Nicht nur das Lokal, auch der Chef erfeut sich hoher Beliebtheit

Nicht nur das Lokal, auch der Chef erfeut sich hoher Beliebtheit

Im Hawidere kann natürlich auch kräftig gefeiert werden, immer wieder gibt es auch Livekonzerte oder Themenparties, bei denen das burgenländische Gemüt des Kowaras genauso durchkommt, wie seine offensichtliche Zuneigung zu Rockabilly Musik.  Sportveranstaltungen werden auf Riesenleinwand übertragen.

Warum schreib ich eigentlich soviel Huldigungen auf das Lokal ? Weil es sich die einfach verdient ! Und weil das Hawidere auch so eine tolle Website hat. Aber statt mir die jetzt anzusehen, werf ich mich in meine Friedhofspanier und geh auf ein (?) Bier in die Ullmannstrasse. Denn weil der Zentralfriedhof heuer sein 135 jähriges Jubiläum feiert, wird der heutige Faschingsdienstag im Hawider unter dem Motto „Es lebe der Zentralfriedhof“ gefeiert. Gut, dass ich mein Halloweenkostüm noch nicht im Keller versteckt habe.

HAWIDERE   1150 Wien, Ullmannstr. 31  tägl. 18-2 Uhr

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Eigentlich leitet das LITTLE STAGE im fünften Wiener Gemeindebezirk seinen Namen tatsächlich von der Grösse des Lokals bzw des Bühnenformates ab. Aber nach über 10 Jahren Betrieb und laufenden Umbauten ist es nicht nur ein grosses feines Lokal mit Bühne, sondern auch eines der besten Bierlokale der Stadt.

Viele Gastronomiebetriebe nennen sich heute Bierlokal und oft wird die Qualität des selbigen an der Anzahl der Zapfsäulen gemessen. So long So good. In den meisten fällen handelt es sich aber fast nur um Lagerbiere verschiedener Brauereien. Das ist nicht das, worunter ich eine vielfältige Auswahl verstehe. Ganz anders und wirklich als besonders hervorzuheben ist da das LITTLE STAGE: Das grosse Bierlokal bietet auf seiner Bühne laufend Konzerte, Lesungen und Parties

An 6 Zapfsäulen werden die unterschiedlichsten Biertypen angeboten:  Das offene  Trumer Pils von der Privatbrauerei Sigl in Obertrum. Österreichs bestes Zwickl von Raschhofer in Altheim.  Das meistgetrunkene Classic Lagerbier kommt aus ebendieser Brauerei. Als frisch gezapfte Spezialität aus Tschechien (was ich als eigenen Biertyp gerne durchgehen lasse) kommt der Klassiker Budweiser Budvar. Dazu noch die für ein Pub mittlerweile fast unentbehrlichen Iren: Kilkenny als Rotes Ale und das beinahe Synonym für Stout Guinness.

Was weiters erstaunte, da es leider nicht mehr überall als Standard gewertet werden kann ist die  Bierkenntnis des Personals: Man weiss, das Zwickl kein Ort ist, das Pils auch gerne schon nach 2 Minuten fertig sein kann und in das Weizenbier sicher keine Zitrone mehr gehört.  Apropos Weizenbier: Das sehe ich als einziges Manko für ein perfektes Bierlokal:  Kein offenes Weizenbier !  Natürlich hat Patron Manfred Szendi diese Überlegung schon oft angestellt. Aber Weizenbier wird hier nicht oft verlangt. Von der Flasche ist es natürlich erhältlich (Paulaner & Trumer Weissbier), sowie viele andere heimische und internationale Bierspezialitäten auch aus der Flasche locken. Ein fortwährend änderndes Sortiment, mit Glück erwischt man auch mal ein leckeres LEFFE Brune. Salut.

LITTLE STAGE, 1050 Wien – Ramperstorfferg. 66  täglich ab 17.00

www.littlestage.at

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