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Der Bier Domino Effekt

Über amerikanisches Industriebier mag man denken wie man will. Mir persönlich bereitet es keine Freude. Ganz anders aber mit amerikanischen Bierreklamen: jedesmal ein neuer Genuss

 

Um dem wunderbaren Gerstensaft seinen verdienten Stellenwert zu geben, wurde in den letzten Jahren auch in anderen Genussbereichen mit Bier experimentiert. So gibt es in der bierigen Küche schon zahlreiche Gerichte. In besseren Cocktailbars reicht man schon Biercocktails … und nun gibt es endlich auch Bier-Eis.

Aus einer Anzahl verschiedener Bier-Eis-Rezepte habe ich mir zur aktuellen Kürbiszeit das folgende herausgesucht:

Man nehme

250 ml Schlagobers/Sahne
175 g braunen Zucker (ja den, den Ihr normalerweise für Caipirinha verwendet)
5 Eier
1⁄2 Teelöffel Zimt
1⁄2 Teelöffel Ingwerpulver (Frisch geriebene Ingwerwurzel kommt etwas zu scharf)
kleine Prise Salz
1/4 pürierter Hokaido Kürbis (mit Schale) ergibt ca 200 g
1 Teelöffel
200 ml Kürbis Bier oder alternativ regionales Starkbier

kürbiseis1

Für unser Rezept wurde Kürbisbier aus der Dogfish Craft Brewery in Maryland/US verwendet. Mein Nachbar hat das ganze alternativ mit heimischem Starbier (in seinem Fall waren es Reste eines Münchner Wiesenbieres) angerührt, in diesem Fall empfehle ich noch etwas mehr braunen Zucker einzurühren.

In einer Pfanne den Schlagobers mit dem grossteil des braunen Zuckers erwärmen, bis sich Bläschen bilden. In einer Schüssel den restlichen Schlagobers und Zucker mit Ingwer, Eigelb und Salz cremig rühren. Die Pfanne vom Hitzefeld nehmen und den Inhalt der Schüssel langsam einrühren. Den mit Vanille gewürzten pürierten Kürbis mit dem Kürbisbier dazufügen und sanft cremig rühren.

Das Gemisch über Nacht auf Eistemperatur hinunterfrieren und vor dem Verzehr für 10 min antauen lassen. Prost – Mahlzeit.

Interessenten für Dogfish Punkin Ale können sich auch das Video des Herstellers ansehen:

Der Titel, den die Herausgeber dieses neuen Buches gewählt haben, zeigt schon kompromisslos, worum es auf den kommenden 247 Seiten gehen wird:  BIER. Diesmal nähert man sich dem feinen Getränk aber sehr künstlerisch.

BierbuchIn 156 dichterischen und malerischen bzw fotografischen Werken haben sich Künstler mit dem Thema Bier beschäftigt. Die Palette reicht vom bayrischen Herbert Achternbusch über den Popavantgardisten Jim Avignon bis zum Wiener Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl („Ironimus“).

Die kreative Zentrale des Schaffens ist die Bar am Lützowplatz in Berlin, eine 31 m lange American Bar im Stil der klassischen Moderne, in der einer der Herausgeber als Barkeeper arbeitet. Hier wurde die Idee geboren, die Werke zusammengetragen und zum Teil auch bei Gästen in Auftrag gegeben. Passend zur Bar ist der finale Satz im Nachtrag: „…hier können die Gäste den 156 Künstlern nd Schriftstellern beim Abrinken Ihrer Gage zuschauen.“

BIER  von Manuela Reichart, Peter Glückstein, Stefanie Steudemann (Hrsg.) erschein im Eichborn-Verlag

Am kommenden Wochenende findet im Salzburger Gusswerk bereits zum 7.Mal das Festival der Biervielfalt statt.

bierfestDer erste und bislang bei weitem größte österreichische Zusammenschluss von Bierinteressierten Menschen, der Verein BierIG veranstaltet auch heuer wieder am Eventgelände des Salzburger Gusswerks das beliebte Festival. Und Biervielfalt wird tatsächlich gross geschrieben. Über 250 Bierspezialitäten aus Österreich, Tschechien, Italien und Deutschland können am 23. und 24.Oktober jeweils ab 17.00 Uhr verkostet werden. Das detailierte Festivalprogramm mit musikalischem Rahmen und Vorträgen finden Sie hier.

Der Eintritt kostet  inklusive des exklusiven Verkostungsglases nur wohlfeile € 10, für BierIG-Mitlieder ist er gratis (Und soviel proBier informiert ist, gibt es auch vor Ort kurzfristig noch Mitglied zu werden)

Im Gegensatz zu vielen anderen Bierfesten wird hier in erster Linie die Qualität und nicht die Quantität des Bieres im Mittelpunkt stehen. Und für alle, die dann noch richtig feiern wollen, wenn das Festival schon die Türen schliesst, denen bietet das benachbarte Brauhaus Gusswerk an beiden Tagen noch eine After-Midnight Party.

Eines der meistverkauften finnischen Biere und im Ausland wohl bekannteste Gebräu der Nordländer wird durch einen Konzernentscheid 2010 seiner Heimat entrissen. Lapin Kulta wird bald nur noch in Lahti gebraut.

Lapin Kulta1Für Jahrzehnte wurde der Bierkonsum in Finnland staatlich gesteuert, die härtesten Alkoholgesetze Europas führten im Norden zum Teil zu kontraproduktiven Konsumverhalten. Ganz vorne standen dabei immer die Braukonzerne Sinebrychoff (Hauptmarke KOFF) und Hartwall (Hauptmarke LAPIN KULTA). Die letzten 15 Jahre waren bei beiden Unternehmen von Verschiebung der Aktienpakete und immer wieder neuen Eigentümerstrukturen geprägt, deren Hintergrund in erster Linie die strategische Nähe zum baltischen und russischen Biermarkt war. Durch die Zerschlagung der englischen Scottish Newcastle Gruppe wanderte Hartwall zuletzt in die Arme des Heineken Konzerns.

Lapin Kulta, die Hauptmarke von Hartwall, bedeutet übersetzt „Das Gold Lapplands“. Liegt die Brauerei doch im lappländischen Tornio, unweit der schwedischen Grenze am glasklar reinen Tornionjoki-Fluss. So wirbt die Brauerei natürlich mit der Tatsache, daß Lapin Kulta in Lappland aus dem reinen Wasser Lapplands gebraut wird.

Brauerei und Logistikzentrum in Lahti

Brauerei und Logistikzentrum in Lahti

Daß Finnland flächenmäßig fast so gross wie Deutschland ist, aber weniger Einwohner als Österreich hat, diese noch dazu zum allergrößten Teil im südlichen Drittel des Landes wohnen, macht den Standort Tornio für ein Massengetränk natürlich logistisch unattraktiv. Vor Jahren schon begann Hartwall den Braustandort in Lahti auszubauen. Eine Konzernentscheidung bei Heineken, wo Regionalität natürlich weniger bedeutet als Deckungsbeiträge, besiegelte nun die Verlegung des Braustandortes ins logistisch zentral gelegene Lahti. Das Gold Lapplands wird ab 2010 also über 600 km von Lappland entfernt gebraut.

Neben dem Widerstand der Beschäftigten in Tornio regt sich nun vor allem im Netzwerk des sozialen Medien Widerstand. Der grössten von zahlreichen Protestgruppen auf Facebook gehören mittlerweile fast 15.000 Mitglieder (inklusive dem Autor dieser Zeilen) an

Was als Bieridee begann wird nun Realität. Die Brauerei Luzern AG hat ihr Aktienkapital auf über 1 Million Franken aufgestockt. Insgesamt haben über 560 Personen Aktien erworben. Ab nächstem Frühjahr wird damit definitiv das erste Luzerner Regionalbier gebraut.

LuzernLogoÜber 560 Personen aus Stadt und Kanton Luzern, aber auch aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland, haben laut einer Medienmitteilung des Unter nehmens bis heute Aktien der Brauerei Luzern AG im Umfang von 919′000 Fran ken erworben.

Damit ist das Minimalziel – die Erhöhung des Aktienkaptials auf mindestens 1 Million Franken – erreicht. Weitere Aktien können noch bis 5. November gezeichnet werden.

LuzernInitiatiorenEin erfahrener Braumeister steht schon bereit
Die Planung der Brauerei ist bereits seit längerem in vollem Gang. Die Auswahl der nötigen Anlagen zum Brauen, Lagern und Abfüllen des Bieres erfolgt in den nächsten Tagen, heisst es in der Mitteilung weiter. Nach
Abschluss der Aktienkapitalerhöhung werden die Verträge unterschrieben und die Produktionsanlagen bestellt.

Die Brauerei hat bereits jetzt einen sehr erfahrenen und innovativen Braumeister gefunden, der den Aufbau der Brauerei begleiten und ab nächstem Frühjahr das Luzerner Bier brauen wird. Ziel ist es, der vom Heineken Konzern gekauften Brauerei Eichhof den Rang als meistverkauftes Bier in Luzern abzunehmen.

Kommen, schauen, testen heißt es wieder beim «Tag der offenen Brennereien und Brauereien» rund ums Walberla am Sonntag, 18. Oktober, von 10 bis 17 Uhr.

walberla16 Brennereien und drei Brauereien laden an diesem Tag bereits zum siebten «Tag der offenen Brennereien und Brauereien» ein. Die Brennereien und Brauereien befinden sich in den Ortschaften Dietzhof (Brennerei Siebenhaar), Dobenreuth (Brennereien Lang und Wilhelm), Gosberg (Brennerei Heilmann), Kirchehrenbach (Brennerei Sponsel), Leutenbach (Brauerei Drummer), Mittelehrenbach (Brennereien Dahlmann-Schmidt, Oßmann, Willibald Schmidt, Singer und Rackelmann), Ortspitz (Brennerei Reichold), Pretzfeld (Brennerei Haas und Brauerei Nikl-Bräu), Schlaifhausen (Brennerei Kern), Thuisbrunn (Brennerei und Brauerei Elch-Bräu) und Weingarts (Brennereien Beutner und Riegel-Engelhardt).

walberla2Der Verbraucher wird über die Herstellung edler Destillate vor Ort informiert und kann diese auch verkosten. Gezeigt wird sowohl das Einmaischen, als auch das Schaubrennen in allen Brennereien und die Besichtigung der Brauerei- und Brennereieinrichtungen. Obstsortenausstellungen, Pressen von Apfelsaft, Führungen durch die Obstanlagen und Kutschfahrten runden das Angebot ab. Fränkische Spezialitäten werden auf den einzelnen Betrieben angeboten.

Von Ort zu Ort wandern

Wer Lust hat, kann von Ort zu Ort wandern. In der vom Tourismusverein aufgelegten Broschüre «Genießerwege rund ums Walberla» werden fünf Wege ausführlich beschrieben und mit Karten versehen. Die Wander- und Radtourenvorschläge haben folgende Ausgangspunkte Gosberg, Kirchehrenbach, Pretzfeld, Mittelehrenbach und Dobenreuth. Die fünf Wander- und Radtourenvorschläge sind so konzipiert, dass sie miteinander verbunden sind und variiert werden können.

Arthur’s Day Is On His Way

Guinness feiert sein 250-jähriges Jubiläum und stimmt die österreichischen Bierfreunde mit zwei Konzerten darauf ein. Gemeinsam mit dem Jugendmagazin TBA holt die bekannteste irische Marke den Künstler Jape nach Salzburg und Wien.

Am 24. September heißt es nicht nur in den Irish Pubs in Österreich, sondern rund um den Globus: “Ein Hoch auf Arthur Guinness!” In diesem Jahr wird der Arthur’s Day zum besonderen Event, denn die Feierlichkeiten zum 250. Jubiläum von Guinness erreichen ihren Höhepunkt und es gilt, den Mann zu ehren, der 1759 den Grundstein für die weltweite Guinness-Erfolgsgeschichte legte. Vor genau 250 Jahren unterzeichnete Arthur Guinness den Pachtvertrag für die St. James’s Gate Brauerei mit einer Laufzeit von 9.000 Jahren. Am 24. 9., dem Arthur’s Day, sollen Liebhaber des dunklen Stout-Bieres weltweit um 18:00 Uhr anstoßen und einen Toast aussprechen. In allen Irish Pubs und Ausschankorten von Guinness Stout werden Partys gefeiert, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

flyer_Guinness_105x148_Page_1Da an diesem Tag der Grundstein des Erfolges von Guinness gelegt wurde, unterstützt Guinness zur Einstimmung zwei Gigs des irischen Singer/Songwriters Jape in Österreich. Ursprünglich Bassist der Rockband Redneck Manifesto, befindet sich Jape alias Richie Egan nunmehr auf Alleingang und paart Pop, Folk und Electro mit einer Prise Humor. Sein respektabler Top 10 Hit „Floating“ erfuhr auch in Österreich zahlreiches Radio Airplay. Damit sich alle ÖsterreicherInnen am Arthur´s Day im Pub gemeinsam zuprosten können, finden die Konzerte schon einige Tage vor dem Jubiläum statt.

Aus diesem feierlichen Anlass verlost Guinness unter den Freunden des dunklen Stoutbieres auch einen Weltraumflug mit Virgin Galactic, eine luxuriöse U-Boot-Fahrt im norwegischen Meer und ein exklusives Live-Set von den Black Eyed Peas. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist auf der offiziellen Website möglich.

Die Arthur´s Day Pre-Konzerte mit Jape steigen am 16. 9. 2009 im Rockhouse Salzburg und am 17. 9. 2009 im Chelsea in Wien.

Nachdem Österreich sensationell die favorisierten Färör-Inseln daheim besiegt hat und nun auch die Deutsche U21 Nationalmannschaft die gleichaltrigen Fussballer aus San Marino klar besiegten, ist vielleicht auch das noch möglich.

In einem neuen Werbespot der dänischen Bierbrauer Carlsberg wird dieser Traum wahr. Als offizielles Bier der irischen Fussballnationalmannschaft verspricht die Biermarke, die sich zuletzt als „propably best lager in the world“ betitelte, die wahrscheinlich besten Träume der welt. Und den ersten Traum lassen Sie gleich im neuen Spot wahr werden:

Gerade als junger Vater rückt der Begriff von biologisch wertvoller Ernährung bei mir viel mehr in den Mittelpunkt. Mittlerweile ergänzen auch zertifizierte Bio-Biere das Sortiment vieler Brauereien. Obwohl die Regionalität für mich schon den selben Stellenwert hat wie der Grundsatz des biologischen Anbaues wurde es endlich einmal Zeit, den „Bionier“ der Biobiere in der bayrischen Oberpfalz zu besuchen.

DSC_0026Einer der ersten Bioläden an den ich mich erinnern kann war das Projekt Point of Sale in der Wiener Schleifmühlgasse, später zur Vinothek und dann zum beliebten Bobo-Cafe mutiert. Als Bierenthusiast ist mir schon damals das Neumarkter Lammsbräu aufgefallen, damals das erste erhältliche ausgewiesene Bio-Bier.

1628 wurde Gasthof und Brauerei erstmals urkundlich erwähnt, seit ca. 1800 ist der Betrieb in Besitz der Familie Ehrnsperger und bereits Mitte der 1970er, als bereits der heutige Geschäftsführer Dr.Franz Ehrnsperger den Betrieb übernahm, schlug man die biologische Tendenz ein. Die chronologische Vorbereitung und Umstellung auf gänzlich bio-orientierten Betrieb von Anbau bis Beheizung kann man am besten auf der Website der Brauerei nachlesen.

Sehr interessant auch die 10 ökologischen Gebote des biologischen Brauens, die hier von der Rohstoffauswahl, über Verpackung bis zum Transport reichen. Auffällig war hier vorallem der eigene Fuhrpark. Lammsbräu wird größtenteils mit Fahrzeugen ausgeliefert, die mit kalt gepresstem Pflanzenöl aus regionaler Produktion betrieben werden.

Die Bierkarte bei SammüllerNach einer kleinen Brauereibesichtigung wollten wir aber auch noch das sehr breite Sortiment der Brauerei verkosten, und dafür führte ich meine Familie an den Fuss der Burg Wolfstein zum Berggasthof Sammüller. Als erster biologisch zertifizierter Gasthof der Region gibts hier neben sämtlichen Produkten des Lammsbräu, die neben den bekannten Bieren auch Fruchtsäfte und Mineralwasser enthalten, auch eine sehr gute Karte an biologischen Speisen. Von hier hat man eine wunderbare Sicht über Neumarkt und die Region. Mit scharfem Blick lässt sich auch der Brauturm der Familie Ehrnsperger erspähen.

Das man Braurückstende wie den Trebern auch noch weiter biologisch wertvoll nutzen kann, beweisst Dr.Franz Ehrnsperger mit einem weiteren Projekt. Pils und Pilz gesellen sich dabei gut, denn gemeinsam mit dem Pilzexperten Ronald Schulz werden in ungenutzen Braukellern des Betriebes unter dem Dachnamen Fungi Bavaria Pilze gezüchtet, die in diesem idealen klimatischen Verhältnissen aus zugeschnittenen Trebernblöcken wachsen. Die Pilze kann man bereits in vielen Gourmet-Restaurants geniessen – am besten natürlich mit einem Bio-Bier aus dem Lammsbräu in Neumarkt.

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